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Garlin

Kirche und Kinderspielplatz

Der Ortsteil Garlin liegt ca. 6 km von Karstädt entfernt und hat 617 Einwohner. Zu Garlin gehören weitere Gemeindeteile: Bootz, Seetz, Sargleben und Dargardt.

 

Garlin

1255 wurde das Straßendorf Garlin erstmals urkundlich erwähnt und kann damit auf eine mehr als 750-jährige Ortsgeschichte zurückblicken. Sehenswert in Garlin ist die Feldsteinkirche aus dem späten 15. Jahrhundert. Es handelt sich hier um eine mittelgroße Saalkirche mit Spitzbogenfenstern aus Backstein. Der schöne Fachwerkturm von 1705 hat ausgemauerte ungeputzte Fachen;  der obere Teil ist übergesetzt. Auf dem Pyramidendach erhebt sich eine Laterne mit geschweifter Haube. Die drei Glocken stammen aus den Jahren 1510, 1714 und 1726. Die Orgel wurde von dem damals bekannten Orgelbauer Friedrich Herrmann Lüdkemüller aus Wittstock um 1860 gebaut. Erst 1997 wurde sie wieder restauriert.

In den Sommermonaten bietet der sechs Hektar große Garliner See, der im Zusammenhang mit der Tonentnahme für das damalige Karstädter Dachziegelwerk entstanden war, ausgezeichnete Bademöglichkeiten. Der See hat sich in den letzten Jahren zu einem richtigen Kleinod entwickelt. Der Schilfgürtel dient zahlreichen Vogelarten als Brutstätte.

 

Was hat sich in den letzten 15 Jahren getan?

  • 1997 – Sanierung eines Teiles der Dorfstraße und der Straßenbeleuchtung
  • 1997 – Umfangreiche Arbeiten an der Kita und dem Spielplatz
  • 2000 – Sanierung der Ortsdurchfahrt, Anschluss an Kanalisation
  • 2001 – Umbau des ehemaligen Konsum zum Schulungs- und Versammlungsraum
  • 2003 – Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses


Sargleben
Die erste urkundliche Erwähnung von Sargleben erfolgte im Jahre 1491. Sargleben ist ein Angerdorf. Der Name Sargleben kommt aus dem Wendischen und lautet „Ssare-glaba“ was soviel wie Distelfeld oder milder Boden bedeutet. Das Wendische wurde dann germanisch und von der plattdeutsch sprechenden Bevölkerung als „Sarglew“ bezeichnet, woraus die hochdeutsche Fassung „Sargleben“ wurde. Eine kleine Feldsteinkirche und ein von Linden gesäumter Dorfplatz geben dem Ortsbild sein Gepräge. Die kleine Saalkirche ist aus rohen Feldsteinen und hat rundbogige Fenster. Der Turm besteht aus Brettern. Der gotische Altar hat einen hölzernen Aufbau. Möglichkeiten der Übernachtung und der gastronomischen Betreuung bietet das Gasthaus „Zur Wirtin“. Freundliche und gut ausgestattete Zimmer warten auf den erholungssuchenden Touristen.

 

Was hat sich in den letzten 15 Jahren getan?

  • 2001 – Gestaltung des Dorfplatzes
  • 2001 – Aufstellen eines neuen Buswartehäuschens
  • 2008 - Wegebau zum Friedhof
  • 2009 - Ländlicher wegebau vom friedhof zum Ferkelstall


Seetz
Das kleine Dorf Seetz wurde 1293 zum ersten Mal urkundlich erwähnt (früher auch unter den Namen „Seditz“ und „Sehetz“). Der Ortsname kommt aus dem Slawischen und bedeutet soviel wie „Verhau“.

Seetz war einst ein Rittergut. Neben dem Gut gab es noch fünf Hofstellen. Als 1811 die Aufhebung der Leibeigenschaft verkündet wurde, stellten auch die fünf Bauern ihren Antrag auf Dienstablösung bei den Gutsherren. 1827 wurden sie als eigentümlich legitimiert, allerdings behielt der Gutsherr als Oberhaupt des Dorfes einige Vorrechte von denen er regen Gebrauch machte.

Erst 1896 mit der Liquidierung des Rittergutes vollzog sich der erste Demokratisierungsprozess durch die Wahl der ersten Gemeindevertretung und eines Gemeindevorstehers. Durch die Besiedlung des Rittergutes waren 31 Neubauernstellen entstanden, was natürlich auch zu einem Anstieg der Bevölkerung führte. Die Notwendigkeit zum Bau einer Schule und Kirche sowie das Anlegen eines Friedhofes im Ort wurden bald erkannt. 1902 wurde in Seetz die Kirche gebaut. Aus dieser Zeit stammt auch die Schule. Die Kirche mit dem schönen Staffelgiebel sowie das alte Schulgebäude sind aus Backsteinen errichtet.

Zu den Traditionen des Ortes zählt das alljährlich stattfindende Parkfest. Immer dabei ist der inzwischen seit über 75 Jahren bestehende Seetzer Posaunenchor.

 

Was hat sich in den letzten 15 Jahren getan?

  • 1994 – Gehwegbeleuchtung
  • 2004 – Sanierung des Buswartehäuschens
  • 2004 – Sanierung der Leichenhalle
  • 2007 - Umrüstung Kleinkläranlage
  • 2008 - Erneuerung Tanzfläche Seetzer Park
  • 2009 - reparaturarbeiten Kreuzung


Dargardt
Dargardt wurde 1244 erstmalig erwähnt. Allerdings wurde es schon im 15. Jahrhundert eine wüste Feldmark. 1753 wurde Dargardt an der gleichen Stelle neu errichtet bzw. neu besiedelt und als Straßendorf angelegt. Der Name Dargardt stammt aus dem Slawischen und heißt „Burg an einer gerodeten Stelle“.

Der Ort Dargardt besitzt keine Kirche. Trotzdem kann man seit 2002 Glockengeläut hören. Auf dem Friedhof wurde ein freistehender Glockenstuhl errichtet. Direkt vor der Steinmauer ist ein Gedenkstein zu Ehren der Gefallnen des I. Weltkrieges zu sehen.

 

Was hat sich in den letzten 15 Jahren getan?

  • 1996 – Errichtung eines neuen Buswartehäuschens
  • 1997 – Straßenbeleuchtung
  • 2002 – Einweihung des Glockenstuhls
  • 2006 – Sanierung der Ortsdurchfahrt
  • 2007 - Materialkosten für Fw- Gerätehaus
  • 2009 - Abschlussarbeiten am Fw- Gerätehaus


Bootz
Bootz ist eines der schönsten und idyllischsten Dörfer im Gemeindegebiet. Das ehemalige Rittergut wurde 1422 erstmals als Gutssiedlung erwähnt. Das ursprüngliche Dorf „Buttze“ befand sich südlich des Gutes. 1747 begann die Neuansiedlung. 1773 entstand das damals adlige Vorwerk des Besitzers Sauerland, dem Herrn zu Garlin und Bootz. 1928 wurde Bootz eingemeindet und gehört seitdem zu Garlin.

Das ehemalige Gutshaus in Bootz existiert noch. Das Gebäude befindet sich in privater Nutzung. Alljährlich im Sommer findet im herrlichen Bootzer Gutspark ein Parkfest statt. Bei den Einwohnern der näheren Umgebung erweist sich das Fest als sehr beliebt, wofür die Besucherzahlen sprechen.

 

Was hat sich in den letzten 15 Jahren getan?

  • 2004 – Errichtung einer Buswendeschleife
  • 2005 – Sanierung der Verbindungsstraße von Bootz zur B 5
  • 2005 – Asphaltierung der Verbindung von Bootz nach Reckenzin
  • 2009 -Ländlicher Wegebau von Bootz zur Löcknitzbrücke